Allergien nehmen seit etwa 50 Jahren in den modernen Gesellschaften so dramatisch zu, dass schon von der „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ gesprochen wird.

Allergien sind überschießende Abwehrreaktionen des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene), die sich in typischen Symptomen äußern. Die häufigsten Allergene sind Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreide, Kräutern, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Insektengifte oder Nahrungsmittel.

Die Symptomatik einer Allergie kann entsprechend des betroffenen Organsystems sehr variabel sein: an den Schleimhäuten der Nase und Augen äußert sich die allergische Rhinokonjunktivtis (Heuschnupfen), an den Atemwegen das allergische Asthma. Betroffen sein kann aber auch die Haut oder das Verdauungssystem. Dabei reichen die Beschwerden von einer lokalen Reaktion bis hin zur systemischen Reaktion (allergischer Schock).

Unter dem Etagenwechsel wird eine Symptomänderung, meist eine Verschlimmerung im Laufe des Lebens verstanden, d.h. ein Übergang von einem anfänglichen Heuschnupfen zu einem allergischen Asthma bronchiale.

Mögliche Allergiesymptome bei Heuschnupfen

  • Niesreiz oder Niesanfälle, Fließschnupfen
  • Behinderte Nasenatmung
  • Tränende, juckende oder brennende Augen, geschwollene Augenlider
  • Juckreiz in Nase und Ohren
  • Allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit

Mögliche Allergiesymptome bei Asthma

  • anfallsartige Atemnot mit pfeifenden oder giemenden Geräuschen (vor allem beim Ausatmen)
  • Husten und Atemnot vor allem in der Nacht, Brustenge, Engegefühl im Hals
  • Reizhusten bei kaltem oder feuchten Wetter, körperlicher Anstrengung oder Kontakt zu Reizen wie Duftstoffen oder Rauch

Entsprechend des Auslösers treten die Symptome saisonal auf, wie z.B. bei der Birkenpollenallergie im Frühling, der Gräserpollenallergie im Sommer oder ganzjährig, wie bei der Hausstaubmilbenallergie bzw. nach Kontakt zu Tieren bei Tierhaarallergie.

Ein Pollenflugkalender ist sowohl für die betroffenen Patienten wie auch für den Arzt von großer praktischer Bedeutung.

Therapie

Die 3 Säulen der Therapie sind

Karenzmaßnahmen:
Vermeidung der Allergieauslöser: Pollenallergiker können den Allergenkontakt vermeiden, indem sie in der jeweiligen Pollenflugzeit die Fenster schließen und sich abends die Allergene aus den Haaren waschen. Allergendichte Bettbezüge (Encasings) reduzieren die nächtliche Belastung durch die Hausstaubmilbe. Das vollständige Vermeiden der Allergen ist jedoch nicht immer möglich.

Medikamentöse Therapie:
Symptomatische Therapie des Heuschupfens oder des Asthmas zur Unterdrückung der Symptome mittels Nasenspray, Asthmaspray, Augentropfen und Tabletten.

Hyposensibiliserung:
Die Hyposensibilisierung ist die einzig bekannte Therapie, die die Ursache und nicht nur die Symptome der Allergie behandelt. Hierbei wird das Immunsystem über einen Zeitraum von 3 Jahren regelmäßig mit dem Allergen konfrontiert. Das soll dem Körper helfen, unempfindlicher bzw. toleranter gegenüber Allergenen zu werden, indem er sich an die Substanzen gewöhnt.

Das Allergen wird alle 4-6 Wochen durch subkutane Spritzen oder täglich durch Tabletten/Tropfen sublingual (unter die Zunge) verabreicht. Die Erfolgsquote hängt vom Allergen und von der Stärke der Symptome ab. Bei der Hyposensibilisierung gegen Bienen- und Wespengift liegt die Erfolgsquote bei 95%, bei Pollen sind es 80 bis 90%, gegen Milben rund 70 bis 80% und bei Schimmelpilzen zwischen 60 und 70%. Die Kosten der Hyposensibilisierung werden von den Krankenkassen vollständig getragen.

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