In der Lungenheilkunde kommen vorwiegend folgende bildgebende Verfahren zum Einsatz:

  • Röntgen Thorax
  • Computertomographie des Brustkorbs auch PET-CT
  • Sonographie
  • Ventilations- und Perfusionsszintigraphie der Lunge

Sonographie

Mit Ultraschalluntersuchungen von Rippenfell, Zwerchfell, Lungen, Herz und Bauchorganen – der Thoraxsonographie – können einfach und ohne Strahlenbelastung viele Erkrankungen diagnostiziert oder differenzierter beurteilt werden. Eine Domäne des Ultraschalls ist die Untersuchung von Pleuraergüssen.

Ein großer Vorteil der Ultraschalluntersuchung gegenüber Röntgenaufnahmen oder einer Computertomographie ist, neben der Einsparung von Röntgenstrahlen, die Möglichkeit einer dynamischen Untersuchung, d.h. man erhält fortlaufende Bilder und kann z.B. die Bewegung des größten Atemmuskels des Menschen – des Zwerchfells – untersuchen.

Besonders geeignet ist die Untersuchung auch für:

  • Pleuraerguss
  • Rippenfellentzündung
  • Lungenentzündung, z.B. auch bei Schwangeren
  • Zwerchfellähmung
  • Pneumothorax (freie Luft im Brustkorb, außerhalb der Lunge)
  • Tumoren an der Thoraxwand
  • Lungenarterienembolie

Wir bieten folgende sonographischen Untersuchungen in unserer Praxis an:

  • Thoraxsonographie
  • Sonographie des Abdomens
  • Arteriosklerosescreening der hirnversorgenden Arterien
  •  Beinvenen Doppler/Duplex z.B. bei V.a. Beinvenenthrombose und Lungenembolie
  • Echokardiographie

Röntgen und CT

In Kooperation mit der Radiologie im Elisenhof verfügen wir über eine moderne digitale Röntgenanlage, so dass wir gemeinsam mit Ihnen Ihren Herz- und Lungenbefund am Bildschirm im Arztzimmer anschauen können, die Bilder per Email weiterleiten können oder Ihnen eine CD mit Ihren Aufnahmen mitgeben können.

Mit einer konventionellen Röntgenaufnahme können Aussagen über die Lungenstruktur, die Zwerchfellbeschaffenheit, die Herzform und –größe, den knöchernen Brustkorb einschließlich der Wirbelsäule und thorakaler Blutgefäße gemacht werden.

Die Untersuchung wird durchgeführt bei Erkrankungen wie Lungenentzündungen (Pneumonien), Lungentumoren oder beispielsweise einer Herzschwäche.

Bei Veränderungen des Lungenbindegewebes/Lungengerüsterkrankungen, raumfordernden Prozessen oder V.a. Lungenembolien werden wir evtl. eine Computertomographie des Thorax ergänzend benötigen. Diese kann zeitnah, in Notfällen am selben Tag in der Radiologie im Elisenhof erfolgen.
Die Computertomographie verwendet ebenfalls die Röntgentechnik. Der Mensch wird virtuell in Scheiben geschnitten und man kann sich alle 1-2 mm den vollständigen Brustkorb anschauen. Verwendet man die HR-CT-Technik (high resonance = hochauflösend) ist die Lungenauflösung besonders genau – z.B. bei Lungengerüsterkrankungen.

Das PET-CT (Positronen-Emisionstomographie) oder die szintigraphischen Techniken bleiben bestimmten eher selteneren Fragestellungen vorbehalten, sind aber in München auch ambulant verfügbar.

Lungenspiegelung/Bronchoskopie

Der Begriff Bronchoskopie beschreibt den Vorgang der Spiegelung der Bronchien und eigentlich nicht der Lunge. Mit einem fiberoptischen Gerät, dem Bronchoskop, wird über Mund oder Nase durch den Kehlkopf, entlang der Luftröhre bis in die Bronchien eingegangen um die Atemwege darzustellen.

Wir verwenden in unserer Praxis ausschließlich modernste Videobronchoskope.

Ablauf einer Bronchoskopie in unserer Praxis

Gründe für Durchführung einer Bronchoskopie:

  • Notwendigkeit zur Gewinnung von Materialien aus dem Atemwegen, z.B. zur Erregerdiagnostik bei Entzündungen
  • Bergung von Fremdmaterialien (Verschlucktes, Erbrochenes)
  • Wiedereröffnen der Atemwege
  • Abklärung eines chronischen Hustens
  • Bluthusten
  • Abklärung von Raumforderungen „Verschattungen“ die zuvor im Röntgen oder CT aufgefallen sind

Zunächst wird mit Ihnen besprochen, warum bei einem der o.g. Indikationen es sinnvoll sein kann diese Untersuchung bei Ihnen durchzuführen. Es wird Ihnen der genaue Ablauf dargelegt und über mögliche Risiken gesprochen. Sie erhalten einen Aufklärungsbogen, den Sie dann in Ruhe zuhause durchgehen und dann auch unterschreiben sollten. Wichtig ist uns, dass Sie den Untersuchungsablauf verstanden haben und eventuelle Fragen beantwortet sind.

Als Voruntersuchungen sind die Bestimmung der Blutgerinnungswerte und eines

kleinen Blutbilds, ein Ruhe-EKG, eine aktuelle Röntgenaufnahme der Thoraxorgane

in 2 Ebenen erforderlich, die Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder bei uns durchführen lassen können (siehe Checkliste Bronchoskopie).

 

Nach Terminabsprache führen wir diese Untersuchung wahlweise in unserer Praxis in Sedierung mittels eines Beruhigungsmittels (Midazolam) oder in Kooperation mit einem Anästhesisten in Vollnarkose im Isarmedizin-Zentrum vor. Am Untersuchungstag sollten Sie ab 0.00 Uhr nichts mehr essen und trinken. Sollten Ihnen dauerhaft morgendlich einzunehmende Medikamente verordnet sein, bitten wir Sie diese mit einem kleinen Schluck Wasser einzunehmen.

Sie kommen zur verabredeten Zeit in die Praxis und werden von einer unserer Arzthelferin in Empfang genommen und durch die Vorbereitung geführt. Danach begrüßt Sie der Kollege, der die Untersuchung vornehmen wird, evtl. noch offene Fragen können besprochen werden. Die Untersuchung selbst dauert ca. 5-10 min. – während denen Sie schlafen.

Nach der Untersuchung werden Sie eine Weile überwacht. Wenn Sie sie wieder vollständig wach sind, berichtet Ihnen der Kollege kurz über die Untersuchung. Ein Termin für ein ausführliches Abschlussgespräch nach Erhalt der verschiedenen Untersuchungsergebnisse der Laborproben wird vereinbart.

Wichtig ist, dass Sie 2 Stunden nach der Untersuchung nichts essen und trinken. Es sollte Sie jemand abholen – Sie dürfen aufgrund der Sedierung selbst nicht Autofahren. Auch die alleinige Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist nicht zu empfehlen.

Checkliste für die Überweisung zur Bronchoskopie

  • Patient muss am Untersuchungstag unbedingt vollständig nüchtern sein (nichts essen oder trinken)!
  • Labor: Blutbild und Gerinnung
  • EKG
  • Rö-Thorax in 2 Ebenen oder CT-Thorax – möglichst immer auf CD
  • Aspirin oder Clopidrogel – wenn möglich 7 Tage vor der Untersuchung absetzen, sonst bitte ggf. Rücksprache!

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Prielmayerstr.3
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