Husten ist nach der Luftnot (Dyspnoe) das zweithäufigste Symptom in der Pneumologie. Der Husten kann ein ausgeprochen fehlendes und im Alltag stark beeinträchtigendes Symptom sein. Besonders wenn der Husten auch nachts nicht aufhört und dadurch der Schlaf massiv gestört ist sollten unbedingt weitere Untersuchungen veranlasst werden.

Man differenziert aufgrund der klinischen Symptomatik zwischen nicht produktivem („trockenen Reizhusten“) und produktivem Husten, d. h. Husten mit Auswurf. Der beim produktivem Husten entstehende Auswurf kann dünnflüssig, schaumig, zäh, eitrig (putride) sein, er kann unterschiedliche Verfärbungen (gelb bis grün) annehmen oder aber blutig sein.

Bei der Erhebung der Vorgeschichte ist es wichtig, die Eigenschaften des Auswurfs beschreiben zu können. Als chronisch wird Husten bezeichnet, der mindestens 3-8 Wochen anhält. Häufige Ursachen sind Asthma und die unspezifische bronchiale Hyperreagibilität (siehe auch Asthma), das Herunterlaufen von Sekret aus den Nebenhöhlen in den Rachenraum („retronasal drip“) und ein gastroösophagealer Reflux (Säurerückfluss aus dem Magen in die Speiseröhre), der sogar gastroenterologisch asymptomatisch sein kann.

Die weitaus häufigste Ursache des chronischen Hustens ist die „einfache chronische Bronchitis„, die überwiegend durch langjähriges inhalationsrauchen hervorgerufen wird.

Im Wesentlichen fallen beim Pneumologen 2 Gruppen von Hustenpatienten auf:

  1. Patienten, die aus völligem Wohlbefinden plötzlich Husten bekommen haben, der nach Vorbehandlung durch den Hausarzt anhält, so dass sie nach 2-4 Wochen einen Pneumologen konsultieren,
  2. Patienten mit chronischem Husten, der im Verlauf zugenommen hat oder dessen Charakteristik sich geändert hat.

Beim akuten Husten lässt sich in vielen Fällen ein Virusinfekt („grippaler Infekt“) als Ursache ausmachen, der zu einer Beeinträchtigung der Funktion des Flimmerepithels geführt hat (s. Bronchitis). Dadurch, dass sich ein bakterieller Infekt aufpfropfen kann, wird der Prozess oft verschärft. Die Symptomatik besteht in Hustenattacken, die nachts zu einer Störung des Schlafes führen können. Manchmal ist der Husten trocken, meist wird aber teils verfärbter Auswurf produziert. Abhängig von der klinischen Symptomatik und der Qualität des Auswurfs kann der Einsatz eines Antibiotikums erforderlich werden. Auch Keuchhusten (Pertussis) muss bei anhaltendem und v.a. nächtlichem Husten mit erwogen werden.

Die postinfektiöse Bronchitis mit ausgeprägten Hustenanfällen wird allein durch Ruhigstellung der geschädigten Bronchialschleimhaut gebessert. Postinfektiöser Husten kann oft sehr lange dauern, gelegentlich auch in eine chronische Bronchitis übergehen.

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